Robert S. (6 Jahre) geht seit
geraumer Zeit zur Schule und übt in seiner Freizeit fleißig Buchstaben.
Robert S. befindet sich seinem Alter entsprechend in einer Lebensphase,
in der Fantasie und Wirklichkeit vermutlich des Öfteren
aufeinanderprallen dürften und ich frage mich, wie lange sich sein
teilweise bewundernswert fachspezifisches Wissen, beispielsweise im
Punkto Landwirtschaft und Technik, mittelfristig mit der Annahme
verträgt, dass es sowoh
l den Weihnachtsmann als auch den Osterhasen wirklich gibt...
Für Robert S., der sein Wissen um die Welt und die Zusammenhänge bisher
teilweise unter anderem eben auch aus Märchenbüchern bezogen hat,
scheinen die für mich augenscheinlichen Widersprüche NOCH kein Thema zu
sein.
I- Was weißt du über Ostern?
R.S- Dass der Osterhase kommt, dass der Osterhase Eier bringt, dass er sogar manchmal sogar auch ein Lego-Pack bringt!
I- Da sprichst du etwas an, der Osterhase bringt die Eier, die hat er doch aber nicht selbst gelegt oder?
R.S- keine Ahnung
I- Wahrscheinlich nicht. Die meisten Eier die man isst sind z B Hühnereier, Vögel legen Eier, aber nicht nur...
R.S- Es gibt auch Eier, da sind keine Hühner drinnen!
I- Das stimmt, Schildkröten legen z B Eier...
R.S- und Dinosaurier!
Und jetzt?
Schon nach wenigen Sätzen weiß ich nicht weiter. Ich kann ihm doch
nicht sagen, dass es den Osterhasen nicht gibt, aber genau in diese
Richtung versuche ich das Gespräch gerade zu lenken...
Fortsetzung folgt...